Die Shanty wird von einem 20 PS Bukh Diesel angetrieben. Damit habe ich das Mindestmaß mit 3 PS/Tonne erreicht. Bei entsprechendem Seegang und WetterZur Firma Bukh in Bremen fehlen einige PS, doch damit müssen wir leben.
Es ist der DV 20 M Zweizylinder-Diesel mit einem Einkreiskühlsystem, über dessen Vor- und Nachteil viel gesprochen wird. Über 65 Grad steigen die Ablagerungen im Kühlsystem.  Das Einkreiskühlsystem darf deshalb 75 Grad nicht Überschreiten. Allerdings erreicht der Motor keine optimale Betriebstemperatur.
Um die Ablagerungen zu minimieren, ist beim Einwintern eine sorgfältige Spülung des Kühlkreislaufes mit Süßwasser durchzuführen.
Der Bukh ist seit 23 Jahren in der Shanty und wird pfleglich behandelt und gefahren. Er wird höchstens mit 3/4 der Nenndrehzahl genutzt, was der Shanty eine Geschwindigkeit von 5 Knoten gibt. Das reicht mir um mein Ziel zu erreichen, denn ich habe Zeit. Ich genieße die hervorragende Zugänglichkeit zur Maschine. Das Öl kann ich wunderbar ablassen und der Hauptfilterwechsel ist sehr einfach durchzuführen.
Nochmals zum Thema Einkreiskühlsystem:
Der Kühlkreislaufkollaps kündigt sich durch eine stetig und bis in den roten Bereich ansteigenden Kühlwassertemperatur an.
Die Problematik der Ablagerungen wurde in der Zeitschrift YACHT Ausgabe 22/1987 Autor Helge Janßen gut erklärt. Die Firma Bukh empfahl 1987 die Entkalkung mit einem Hausmittel z.B. Entkalker für Kaffeemaschinen, durchzuführen. Zusätzlich kann Zitronensäure dem Kreislauf hinzugegeben werden. Einen sehr interessanten Artikel findet ihr hier

Viel Platz im Motorraum lassen die Wartungsarbeiten einfach gestalten. Rechts liegt der Hauptdieselfilter, darüber liegt der Seewasserfilter. Links oben ist der Ladestromverteiler angebracht, im Vordergund ist die Lichtmaschine zu erkennnen. Das Einstellen des Ventilspiels und das Einfüllen vom Öl erfolgt sehr bequem. Hinten ist die Welle teilweise zu erkennen. Der Lufteinlass-Stutzen ist durch ein ölgetränktes Tuch verschlossen.

 

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